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Die kluge Katze und der Glücksring (China)

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Die Affenbande (Afrika)

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Der Käfer in der Schachtel (Österreich)

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Das Zauberpferd (Orient)

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Die Schlange mit den sieben Köpfen (Südafrika)

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Der schönste Edelstein (Irland)

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Wu Wu Ming und der blaue Vogel (China)

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Der hochmütige Kröterich
(Südamerika)

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Der freche Hase
(weltweit verbreitet)

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Die eitle Eule und die gelbe Maus (Nordamerika)

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Quakbert und die goldene Kugel (Grimms Märchen)



Interview zu den musikalischen Mitmachmärchen

Wie haben Sie das Konzept der musikalischen Mitmachmärchen entwickelt?
Ich wollte als Musikerin ein Veranstaltungsangebot für junge Kinder ins Leben rufen, bei dem sie Musik erleben und selbst mitmachen können. Als ich vor gut 10 Jahren damit begann, war das noch ein ganz neuer Trend, von Profi-Musikern live gespielte Musik direkt „ans Kind“ zu bringen. Ich ging bei der Programm-Erarbeitung von den Richtlinien aus, die ich während meiner Ausbildung an der Musikhochschule Köln kennengelernt habe:

  • Klangfarbenvielfalt im Instrumentarium und in der Sprechstimme
  • Lieder, instrumental oder gesungen, als Aufforderung zum eigenen Mittun
  • musikalische Charaktere, zornig, mutig, frech usw. je nach Geschichte
  • kurzweiliger Ablauf mit häufig wechselnden Aufgaben

Wichtig ist, vertraut zu sein mit dem, was Kinder anspricht, was sie spontan umsetzen können und wie man mit ihnen in Kontakt kommen kann.

Allgemein bekannt sind ja schon lange die Begriffe Kinderkonzert oder Klang-Geschichte.
Finden sich Ihre musikalischen Mitmachmärchen hierin wieder?

Meine musikalischen Mitmachmärchen sind schon etwas anderes, sonst hätte ich sie ja gleich Kinderkonzert oder Klang-Geschichte nennen können.
Bei einem Kinderkonzert werden in der Regel Stücke berühmter klassischer Komponisten vorgespielt, in Klang-Geschichten arbeitet man hauptsächlich mit geräuschhaften Klängen. Meine Mitmachmärchen dagegen sehe ich als eine Art musikalische Weltreise. So gibt es in dem irischen Märchen „Der schönste Edelstein“ Anklänge aus der irischen Folklore, in dem afrikanischen Märchen „Die Schlange mit den sieben Köpfen“ setze ich Balaphon, talking drum, Kalimba und afrikanische Querflöte ein, in dem chinesischen Märchen „Wu Wu Ming“ gibt es nachempfundene „typisch chinesische“ Musik. Es ist mir ein Anliegen, aus der Fülle globaler Musiktraditionen heraus zu greifen und keine Scheu vor dem Fremden zu zeigen, sondern Kulturen zusammen zu bringen. Interessanterweise gibt es sogar Märchen, die unabhängig voneinander an verschiedenen Orten entstanden sind. Es geht in ihnen allen um Gefühle und um Lösungen von schwierigen Situationen und die erleben alle Menschen auf vergleichbare Art trotz erkennbarer Kulturunterschiede.

Sie erzählen ausschließlich Märchen, in denen Tiere eine Rolle spielen?
Tiere verhalten sich in den Märchen „wie Menschen“. Seit alten Zeiten gilt der Fuchs als klug, der Hase als schlau und der Affe als frech. In manchen Märchen gibt es auch verzauberte Tiere, hilfreiche oder gefährliche Tiere. Jedes Tier an sich ist erst mal neutral, weder weiblich noch männlich, es können sich Junge und Mädchen darin wiederfinden. Zudem ist der Umgang mit Tieren allen Kindern vertraut, sie kennen Kuscheltiere, Haustiere und frei lebende Tiere aus den verschiedensten Lebensräumen.

Zitieren Sie in Ihrer Begleitmusik zu den Märchen einfach Folklore aus aller Welt?
Nein, ich kombiniere landestypische Klänge mit gängigen Kinderliedern, in denen das Tier des jeweiligen Märchens vorkommt. Dazu kommen selbst erfundene Melodien und auch Traditionelles mit einem neuen Text, der zur Geschichte passt. In der Auswahl der Musik berücksichtige ich die jeweilige Grundstimmung der Märchen. Über die musikalische Darstellung von Gefühlen habe ich mir als Musikerin viele Gedanken gemacht und bringe dieses Hintergrundwissen in jedes kleine musikalische Zwischenspiel mit ein.

Also: die Musik zu den Märchen schreiben Sie selbst?
Ich stelle zusammen, arrangiere und instrumentiere. Die meisten Lieder komponiere ich selbst.

Aber warum nennen Sie Ihr Angebot „Mitmach-Theater“: hat das auch was mit Schauspielen zu tun?
Es wird ja nicht hinter einem blickdichten Vorhang aufgeführt, sondern es gibt etwas zu hören und etwas zu sehen: einerseits die Musikerin in Aktion, andererseits ein kleines Bühnenbild, passend zur Geschichte: beim „Zauberpferd“ stelle ich einen Schatz aus, das „Geschenk in der Schachtel“ wird entlang von Bühnenbildern eines Kamishibai (Papiertheater) erzählt, meistens spiele und lese ich in märchenhaften Kostümen.

Warum halten Sie ein solches Angebot für Kinder in der heutigen Zeit für wichtig?
Das digitale Zeitalter ist nicht besonders sinnlich. Es braucht auch noch analoge Angebote „mit Hand und Fuß“. Die Kinder können aktiv werden mit Körperinstrumenten und kleinen Mitspielinstrumenten, mit der eigenen Stimme und bestimmten Requisiten, sie erhalten in einem Teil der Produktionen darüber hinaus sinnliche Eindrücke, die über das Sehen, Hören und Tasten hinausgehen: auch das Riechen und Schmecken wird mit einbezogen. Wichtig sind mir der ganzheitliche Ansatz und eine nachhaltige Anregung zum Mitmachen, die über die Zeit der Vorführung hinaus wirksam ist.

Anmeldungen zu Aufführungsterminen, Booking-Anfragen: Kathrin Beddig
Tel. 07240 - 8447 I kathrinbeddig(at)web.de

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